Die Sonne bringt's

Die Sonne wird noch während Millionen Jahren genug Energie liefern, dass die Erde davon zehren kann. Nützen wir diese Gratisenergie, sei es mit Fotovoltaik oder Solarthermie.

Privatinitiative

Beim heutigen Ressourcenverzehr auf dem Planeten Erde ist es unverantwortlich, die Zukunft unserer Energiebeschaffung nur den Staaten zu überlassen. Wir müssen uns auch privat engagieren!

Das will der Verein Solarenergie Gossau ermöglichen.


Aktuelles

VESE PV-Praxis-Tagung

Am Samstag vormittag, 10.10., findet die VESE PV-Praxistagung online statt. Die Keynote wird von Swissolar-Präsident und Nationalrat Roger Nordmann mit dem Titel "Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz" gehalten. Danch folgen Referate zur PV-Praxis (Überblick über dachintegrierte PV-Anlagen (Vor- und Nachteile der Systeme), zu Updates in der NIN (Niederspannungs-Installations-Norm), sowie zum Bi-Direktionalem Laden von E-Fahrzeugen). Hier geht es zum Programm und zur Online-Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Totalrevision des CO2-Gesetzes nach 2020
Am 25.9. fand die Schlussabstimmung zur Totalrevision des CO2-Gesetzes sowohl im Nationalrat wie auch im Ständerat statt. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Gebäude
    • Altbauten: ab 2023 dürfen pro Jahr und m2 Energiebezugsfläche max. 20kg CO2 aus fossilen Quellen ausgestossen werden, dieser Wert wird in 5-Jahresschritten um jeweils 5kg reduziert, sodass ab 2043 auch bei Alt-Bauten keine Öl- und Gasheizungen mehr zulässig sind.
    • Neubauten: ab 2023 dürfen diese grundsätzlich keine fossilen Wärmeerzeugungsanlagen für Heizung und Warmwasser mehr verwenden.
    • CO2-Abgabe auf fossilen Brennstoffen vom Bundesrat festgelegt zwischen 96 und 210 CHF pro Tonne ausgestossenem CO2
  • Verkehr
    • CO2-Flottengrenzwerte für neue PKWs für die Jahre 2021-24: 95g pro km
    • CO2-Flottengrenzwerte für neue Lieferwagen/LKWs bis 3.5t für die Jahre 2021-24: 147g pro km
    • CO2-Flottengrenzwerte ab 2025 und für schwere LKWs, sowie die Messmethoden orientieren sich an den Vorgaben der EU
    • Wie bis anhin haben die Generalimporteure beim Überschreiten der Flottengrenzwerte ihrer importierten Fahrzeuge Strafzahlungen zu leisten, welche ebenfalls im Gesetz geregelt werden.
    • CO2-Abgabe auf Flugtickets abhängig von Flugdistanz und Beförderungsklasse von 30-120 CHF
    • CO2-Abgabe von 500-3000 CHF pro Start von Privatflugzeugen ab 5.7 Tonnen Startgewicht 
  • Emissionshandelsystem: Grossausstösser von CO2 (z.b. Industriefirmen, Betreiber von fossilen Stromerzeugungsanlagen, Flugzeuge die in der Schweiz starten oder landen) müssen am Emissionshandelsystem der EU teilnehmen. Hier gibt es zudem zahlreiche Ausnahmen und Spezialbestimmungen.
  • Verwendung der CO2-Abgabe: die Gelder die bei der CO2-Abgabe eingehoben werden, werden für die folgenden Zwecke verwendet:
    • Klimafonds
      • Verminderung der CO2-Emissionen von Gebäuden
      • Förderung von Technologien zur Verminderung von Treibhausgasen
      • Weitere Massnahmen zur Verminderung von Treibhausgasemissionen
      • Massnahmen zur Vermeidung von Schäden
      • Rückvergütung an die Bevölkerung und Wirtschaft: Ein Teil der Flugticketabgabe und der CO2-Abgabe der nicht an andere Teile des Klimafonds zweckgebunden ist, soll an die Bevölkerung und Wirtschaft rückvergütet werden, ähnlich der bisherigen "Verteilung des Ertrages aus Umweltabgaben" via Reduktion der Krankenkassenprämien

Hier der vollständige Text der Gesetzesrevision nach der Schlussabstimmung vom 25.9.2020.

Kommentar: DIe SVP hat bereits angekündigt, gegen diese Totalrevision das Referendum zu ergreifen, weil ihr die Abgaben der Verursacher von klimaschädlichen Emissionen zu weit gehen. Ebenso haben Teile der Klimabewegung (einige Regionalverbände, v.a. aus der Westschweiz) angekündigt, das Referendum gegen diese Gesetzesrevision zu ergreifen, weil ihnen die vorgeschlagenen Massnahmen zur Abwendung der Klimakatastrophe zuwenig weit gehen. Es ist der Sache nicht förderlich, dass Teile der Klimabewegung das Referendum gegen die Totalrevision des CO2-Gesetztes ergreift. Auch wenn die darin vorgeschlagenen Massnahmen noch nicht ausreichen den Klimawandel im nötigen Ausmass zu verlangsamen, sind die darin ausgehandelten Kompromisse doch wesentlich und können später noch justiert werden. In der direkten Demokratie der Schweiz sind revolutionäre Änderungen in der Gesellschaft kaum möglich. Hier sind kleine Schritte zielführender. Eine Ablehnung der Totalrevision würde die Klimapolitik in der Schweiz um Jahre zurückwerfen.

 

Gossauer Energieinitiative

An der Gemeindeversammlung vom 14.9. wurde über die Energieinitiative Gossau ZH abgestimmt. Die Initiative wurde deutlich angenommen, bei nur 4 Gegenstimmen (ca. 160 Stimmberechtigte anwesend). Der Solarverein möchte gerne seine Ideen und Expertise in die Arbeitsgruppe Energiestadt der Gemeinde einbringen die die Initiative umsetzen soll. Nach Inkrafttreten der Initiative stehen in den nächsten 10 Jahren finanzielle Mittel im Umfang von 1.8 Mio CHF über einen Rahmenkredit zur Verfügung, um neue Photovoltaikanlagen sowie Solarthermieanlagen zu erstellen, Wärmepumpen, E-Mobilität und Ersatz von fossilen System voranzutreiben.

 

Sie finden den Text der Initiative vor (PDF), die Stellungnahme resp. Antrag des Gemeinderates sowie der RPK, und ausserdem eine vom Solarverein erstellte Solarpotenzialstudie über die Erstellung von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Gebäuden der Gemeinde Gossau ZH und als ähnliches Beispiel aus der Region ein Zwischenbericht der Solarenergie- und Klimainitiative der Gemeinde Rüti

 

Wir bedanken uns bei allen Unterstützen aus dem Gemeinderat, der RPK, des Solarvereins und unserer Mitglieder die an der Versammlung als Unterstützer erschienen sind.

 

 


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